Geld leihen von Privat - mehrere Möglichkeiten
Seit 2007 ist es Verbrauchern erlaubt einen Kredit bei so genannten “Kreditmarktplätzen” im Internet aufzunehmen. Konkret: Geld leihen von Privat. Die Anbieter werden von der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen überwacht. Das Prinzip ist simpel. Ein Kreditnehmer beschreibt sein Projekt auf einem der Plattformen. Ist ein Kreditgeber von diesem Projekt überzeugt, kann er ihm einen Kredit anbieten. Sobald sich genug Anleger gefunden haben erhält der Kreditnehmer das Geld. Bereits im Vorfeld wird der Zinssatz ausgehandelt, dieser ist für beide Seiten häufig günstiger als bei einer Bank. Der Anbieter bucht monatlich die fällige Rate beim Kreditnehmer ab und zahlt diese an die Kreditgeber weiter. Um als Kreditnehmer solch ein Projekt anbieten zu können, müssen diese, einen Einkommensnachweis zeigen und sich über das Postident-Verfahren identifizieren lassen.
Geld leihen von Privat, ist natürlich auch unter Freunden und Verwandten möglich. Jedoch sollte auch hier ein Vertrag aufgesetzt werden, denn sollte es zum Streit zwischen den Parteien kommen kann bewiesen werden das, dass Geld kein Geschenk war. Sollten sich beide Seiten gegen einen Zinssatz entscheiden muss dies auch in den Vertrag miteinfließen. Bei einem Vertrag mit Zinssatz darf dieser nicht das doppelte des Martküblichen Zinssatzes betragen. Ansonsten ist der Vertrag als nichtig anzusehen. Auch der Rückzahlungszeitpunkt muss aufgenommen werden, denn ansonsten gilt die gesetzliche Regelung. Diese besagt, dass der Kredit jederzeit mit einer dreimonatigen Frist gekündigt werden kann.
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